Ö²SE-Methode

Die Ö²SE®-Methode – ein robustes und ganzheitliches Verfahren zur Messung von Nachhaltigkeit

Wie lässt sich die Nachhaltigkeit von Unternehmen oder Investments messen? Dazu existieren verschiedene Ansätze. So wird zum Beispiel anhand von Kriterienkatalogen abgefragt, ob ein Unternehmen eine ökologische Produktentwicklung verfolgt, ein Umweltmanagementsystem einsetzt und an allen Firmenstandorten Mindeststandards bei Arbeitsbedingungen einhält. Andere Ratingverfahren schließen anhand von Ausschlusskriterien bestimmte Branchen, wie die Rüstungs- oder Tabakindustrie, von vornherein aus oder stufen umgekehrt als Positivkriterium Investitionen im Bereich Wind- und Solarenergie per se als nachhaltig ein.

Sustainability Intelligence ist jedoch der Ansicht, dass ein Vorgehen allein auf Grundlage von Checklisten und Berichtsstandards der Komplexität des Nachhaltigkeitsbegriffes nicht gerecht wird.

Die Ö²SE®-Methode – ein innovatives Instrument zur Nachhaltigkeitsmessung

Um Nachhaltigkeit ganzheitlich messbar zu machen und eine belastbare Aussage treffen zu können, weshalb ein Unternehmen oder Anlageprodukt nachhaltig ist, haben wir, unterstützt durch eine Projektarbeit zusammen mit der Technischen Universität München (TUM), ein innovatives Analyseverfahren entwickelt.

Dabei wird ein exploratives Vorgehen angewendet, das im Vergleich zu rein kriterienbasierten Bewertungsverfahren eine individuelle und sehr viel tiefergehende Unternehmensbetrachtung ermöglicht. Im Zuge des Evaluierungsprozesses tritt Sustainability Intelligence mit den beurteilten Unternehmen in einen Dialog und bietet diesen die Möglichkeit, den Evaluationsprozess zu unterstützen. Durch den Dialog ergeben sich wertvolle Einblicke und hilfreiche Hinweise für das Rating.

Ganzheitliche Nachhaltigkeitsprüfung

In einem 360-Grad-Rundumblick wird das Geschäftsmodell ganzheitlich unter den vier Aspekten der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökologie, Soziales und Ethik (kurz Ö²SE) – betrachtet. Diese Aspekte gehen ohne Gewichtung in das Rating ein und schaffen ein ganzheitliches, mehrdimensionales und objektiv vergleichbares Nachhaltigkeitsbild des analysierten Unternehmens.

Im Rahmen der Evaluierung werden die ökonomischen, ökologischen, sozialen und ethischen Aspekte jeweils aus dem Blickwinkel der Entropie und des Pareto-Optimums analysiert. Die entropische Perspektive betrachtet, ob ein Geschäftsmodell unumkehrbare Prozesse bzw. die Vernichtung von Potenzialen beschleunigt oder diesen entgegenwirkt. Ausgehend von der Pareto-Perspektive wird die Frage gestellt, ob die Geschäftstätigkeit eine angemessene Ressourcenverteilung zwischen allen Interessengruppen fördert oder dieser entgegenwirkt und damit wertvernichtend ist.

Am Ende des Evaluationsprozesses steht ein Ratingergebnis analog zu der bekannten Bewertung der Energie-Effizienz, welche von A bis G reicht. Das Ergebnis ist eine robuste Bewertung, die der Komplexität des Nachhaltigkeitsbegriffs gerecht wird.